60 bis 70 neue Stellen im Asylwesen

Weil die Asylzahlen steigen, gibt es auch mehr Menschen, die das Land wieder verlassen müssen. Nun reagiert der Bund und baut die Abteilung Rückkehr deutlich aus. Bereits wird ein neuer Chef gesucht.

In der Schweiz gibt es durch steigende Asylbewerber-Zahlen auch steigende Zahlen im Bereich der Rückkehrer. Deshalb werden entsprechende Stellen geschaffen. (Bild: Keystone)

In der Schweiz gibt es durch steigende Asylbewerber-Zahlen auch steigende Zahlen im Bereich der Rückkehrer. Deshalb werden entsprechende Stellen geschaffen. (Bild: Keystone)

Das Bundesamt für Migration (BfM) reorganisiert die Abwicklung der Rückkehr von abgewiesenen Asylbewerbern. Es ist derzeit am Aufbau einer Abteilung für die Rückkehr. Diese wird 60 bis 70 Personen beschäftigen, grösstenteils Leute, die bereits heute beim BfM arbeiten.

Mit Durchsetzungsvermögen
Per Zeitungsinserat sucht das BfM derzeit einen Chef oder eine Chefin der Abteilung Rückkehr. Eine «Führungspersönlichkeit mit Durchsetzungsvermögen» ist gefragt.

Die Abteilung Rückkehr hat sechs Sektionen, wie BfM-Sprecher Jürg Walpen am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte: vier Regionalsektionen am BfM-Standort in Wabern bei Bern, eine – schon heute bestehende – Sektion «Swiss-Repat» mit Aussenstellen an den Flughäfen Zürich und Genf sowie eine Sektion Rückkehrgrundlagen.

Steigende Zahlen als Grund
Hintergrund für den Aufbau der neuen Abteilung seien die steigenden Asylzahlen und der damit einhergehende Anstieg von Rückführungen, sagte der BfM-Sprecher. Die neue Abteilung soll die mit dem Vollzug der Weg- und Ausweisung von Ausländerinnen und Ausländern betrauten Kantone unterstützen.

Zu den Hauptaufgaben gehört die Identifizierung, das heisst die Abklärung der Herkunft und Nationalität von Asylsuchenden. Hierzu organisiert die Abteilung zentralisierte Anhörungen im Beisein von ausländischen Delegationen und/oder unter Mitwirkung der ausländischen Vertretungen.

Die weiteren Aufgaben sind die Beschaffung von Ersatz-Reisepapieren in Zusammenarbeit mit den ausländischen Vertretungen in der Schweiz, die Umsetzung der Rückkehrhilfe sowie die Organisation der Ausreise auf dem Luftweg – von der freiwilligen Rückkehr mit Rückkehrhilfe bis hin zu Sonderflügen.

Quelle: NZZ.ch / sda

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